Vertrieb & Kundenbeziehungen

Verkaufen heißt zuhören: warum die besten Abschlüsse mit einer Frage beginnen, die niemand stellt

Die besten Verkaufsgespräche, die ich je geführt habe, drehten sich nicht um das Produkt. Sie drehten sich darum, was ein Kunde eigentlich nicht gesagt hat.

Ich habe Jahre hinter einer Bar und hinter Plattentellern verbracht, und in beiden Fällen lernt man dasselbe: Menschen sagen selten direkt, was sie brauchen. Jemand bittet um "etwas Ruhigeres" auf der Tanzfläche, meint aber eigentlich, dass die Gesellschaft müde ist und sich gehört fühlen möchte. Jemand bestellt "einfach ein Bier", will aber vor allem ein kurzes Gespräch. Dieselbe Logik nahm ich mit, als ich den Schritt in den Vertrieb machte: Ein Kunde fragt selten wörtlich nach dem, was er braucht. Er fragt nach einer Lösung für etwas, das er noch nicht vollständig in Worte gefasst hat.

Genau dort geht bei vielen Verkaufsgesprächen etwas schief. Wir sind so auf unser Angebot, unsere Ziele, unsere Argumente fokussiert, dass wir vergessen, zuerst gut auf die Frage hinter der Frage zu hören. Und genau dort liegt der Gewinn, nicht in einem überzeugenderen Verkaufsgespräch, sondern in einem schärferen Verständnis dessen, was jemand wirklich braucht.

Bei Elevate Group nehmen wir diesen Ansatz in alles mit, was wir tun. Bevor wir über Lösungen sprechen, wollen wir das Bedürfnis verstehen. Das erfordert Zeit, echtes Interesse und die Bereitschaft, für einen Moment nicht zu verkaufen, sondern einfach zuzuhören. Paradoxerweise ist genau das der Unterschied zwischen einem einmaligen Kunden und einer langfristigen Beziehung.

Mitnahme: versuchen Sie beim nächsten Kundengespräch, weniger darüber zu sprechen, was Sie anbieten, und mehr danach zu fragen, was nicht gesagt wird. Sie werden erstaunt sein, was dabei zutage kommt.

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